Ablauf der Fasnetsaison: vom Dreikönigstag bis zum Aschermittwoch
In Basel beginnt die Fasnacht am Montag nach dem Aschermittwoch um vier Uhr morgens, während anderswo schon seit Januar gefeiert wird. Die Fasnetsaison verläuft also nicht überall gleich, auch wenn die wichtigsten Tage meist in ähnlicher Reihenfolge aufeinanderfolgen. In diesem Text geben wir im Fasnet-Kompass einen Überblick über den Fasnetkalender, von den ersten Wochen bis zum letzten Tag vor der Fastenzeit. Gibt es einen einheitlichen Ablauf für die ganze Region? Nein, doch lässt sich ein allgemeiner Rhythmus erkennen, der sich an vielen Orten wiederholt.

Der Beginn der Saison: Dreikönigstag und die Wochen vor dem Höhepunkt
Die schwäbisch-alemannische Tradition der Fasnet oder Fastnacht ist im Südwesten Deutschlands, in der Schweiz und in angrenzenden Regionen bekannt. Vielerorts wird die Saison am 6. Januar, dem Dreikönigstag, eröffnet. Anderswo beginnt sie später. Da sich die Bräuche von Ort zu Ort unterscheiden, bleibt unsere Darstellung allgemein und bezieht sich auf keine bestimmte Gruppe, Zunft oder Gemeinde.
Vom Saisonbeginn an steuert alles auf den Höhepunkt zu. Die genauen Termine richten sich nach dem Osterdatum und ändern sich deshalb von Jahr zu Jahr. Wir nennen sie in diesem Text daher nicht. Ein Blick in den örtlichen Veranstaltungskalender lohnt sich, denn jeder Ort legt sein Programm selbst fest.
Schmotziger Donnerstag: der Beginn der heißen Tage
Der Schmotzige Donnerstag ist der Donnerstag vor dem Aschermittwoch. Vielerorts beginnen mit ihm die heißesten Tage der gesamten Saison.
Für Teilnehmende und Zuschauer markiert er den Übergang von der Vorbereitung zum ausgelassenen Feiern. Allerdings wird dieser Tag nicht überall gleich begangen. Während er mancherorts den Höhepunkt der Saison deutlich einläutet, fällt sein Auftakt anderswo weniger feierlich aus. Wie dieser Donnerstag gestaltet wird, hängt von den jeweiligen örtlichen Bräuchen ab.
Der Höhepunkt: Wochenende, Rosenmontag und Fasnachtsdienstag
Ihren Höhepunkt erreicht die Saison am Wochenende sowie am Rosenmontag und am Fasnachtsdienstag. Dann prägen die Feierlichkeiten besonders deutlich das öffentliche Leben. In vielen Orten finden in dieser Zeit auch Umzüge statt. Ihre bekannteste Form ist der Narrensprung. Das genaue Programm, die Reihenfolge und die Uhrzeiten werden vor Ort festgelegt. Einen einheitlichen Zeitplan für alle gibt es deshalb nicht.
Einen Sonderfall bildet Basel. Die dortige Fasnacht beginnt am Montag nach dem Aschermittwoch um vier Uhr morgens mit dem Morgestraich. Die Basler Fasnacht wurde 2017 in die Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen. Dieses Beispiel zeigt, dass der Fasnetkalender nicht immer dem Ablauf entspricht, den man aus kleineren Orten kennt.
Aschermittwoch: das Ende der Saison
Die Fasnet endet am Aschermittwoch. Damit schließt sich der Kreis, der Wochen zuvor begonnen hat. Der allgemeine Ablauf der Fasnetsaison lässt sich so zusammenfassen: Beginn im Januar, Steigerung ab dem Schmotzigen Donnerstag, Höhepunkt in den letzten Tagen und Abschluss am Aschermittwoch.
Wenn Sie die Feierlichkeiten verfolgen möchten, informieren Sie sich am besten über das Programm des jeweiligen Ortes. Weiterführende Texte finden Sie im Fasnet-Kompass, in dem wir Wissenswertes über die Fasnet-Tradition und die Guggenmusik zusammenstellen.